Konservativ gerechnet wird jedes Golfgrün im Monat mit etwa 300 Tonnen Gewicht belastet. Golfbälle schlagen aus grossen Höhen auf die Grüns ein. Wurzeln, Sandkörner, Bodenteilchen und anderes organisches Material rücken dadurch enger aneinander. Dies hat zur Folge, dass die Hohlräume, auch Bodenporen genannt, kleiner werden oder ganz verschwinden. Diese Poren sind für das Überleben der kleinen Pflänzchen auf den Grüns unverzichtbar, denn in den Poren wird das Bodenwasser transportiert und es findet der Gasaustausch statt.
Die Wurzeln benötigen frischen Sauerstoff. Die verbrauchte Luft, mehrheitlich Kohlendioxid und andere toxische Gase müssen dem Boden entweichen können, sollen die Wurzeln überleben.
Es gibt keine andere Möglicheit, als die Luft von oben in die Grüns zu bringen.
Pflegemassnahmen wie der Einsatz von Tines (kleine Stacheln), vertikutieren etc. sind hilfreich, doch es führt kein Weg daran vorbei, dass man 2-3 mal pro Jahr aerifiziert, da die Verdichtungen in grösseren Bodentiefen stattfinden und auch noch eine permanente Filzbildung durch die Gräser hinzukommt. Dieser Filz behindert den Gasaustausch und das Wasser kann nicht in den Wurzelbereich eindringen.
Beim klassischen Aerifizieren mit Hohlspoons, werden aus den Grüns ca. 5-8 cm lange Pfropfen, Cores genannt, ausgestochen und dadurch Filz und verdichtetes Bodenmaterial entfernt. Die entstandenen Löcher werden mit hochwertigem Quarzsand verfüllt und grossflächig verteilt und später eingeschleppt.
Leider rieselt der Sand nicht vollständig in die Löcher, sondern sackt in den Folgetagen nach, weshalb die Grüns zeitweilig in einem unebenen Zustand sind.
GANZ WICHTIG!!!!!!
PITCHMARKEN IMMER SOFORT BESEITIGEN